Schmuck Lexikon

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Das Schmuck Lexikon bietet eine Übersicht über Materialien und Fachbegriffe aus dem Bereich Schmuck und Modeschmuck.


 

 

 

 

 

 

Akoya  (Akoja) Abgeleitet vom japanischen Wort für "Perle Gottes". Ist eine Perle, die im natürlichen Vorkommen weiss oder cremefarbend zu finden ist. Die aus Indien stammende Austernart (Pinctada Fulata) wird in Japan seit über 100 Jahren gezüchtet. Zur Zucht wird eine Perlmuttkugel in die Muschel eingesetzt und wird im Laufe der Jahre von der Muschel als Abwehrreaktion gegen den Fremdkörper mit einer Perlmuttschicht überzogen.

Altgold  Gold, das der Wiederverwertung zugeführt wird. Dies können alte Schmuckstücke oder auch Zahngold sein.
Der Begriff Altgold wird auch für einen dunkelen Goldfarbton verwendet.

Altsilber  Bezeichnung für künstlich, durch schwefelhaltige Substanzen, gealtertes Silber. In Kombination mit einer groben Struktur ein schöner Effekt. Es ist kein fester Begriff. Bei der Schmuckfertigung in Asien wird häufig Münz- und Gebrauchssilber mit einem Feingehalt von 80 % verwendet.

 

Buddha Amulett
Amulett  Gegenstand der durch magische Kräfte Unheil abwendet. Amulette werden in vielen Kulturen genutzt und in zum Teil aufwendigen Weihen mit der schützenden Kraft versehen.

Anhänger  Schmuckstück das an einer Kette getragen wird.

Argentum  lateinisch Silber. Hiervon wird das chemische Elementsymbol Ag abgeleitet.

Aurum  lateinisch Gold. Hiervon wird das chemische Elementsymbol Au abgeleitet.

 

Armband
Armband  Um das Handgelenk getragener Schmuck. Auch als Armkette, Armreif oder Amspange ein klassisches Schmuckstück.

Bath  Gewichtseinheit in Thailand für Gold und Goldschmuck. Ein Bath steht für 15,244 Gramm. Gold ist eine beliebte Anlageart in Form von verarbeiteten Schmuckstücken in Thailand. Der Bath ist auch die Währung Thailands.

Bauchkette  Begriff für ein um die Hüfte getragenes Schmuckstück.

Bettelarmband  Kettenarmband zum Einhängen von kleinen Anhängern

Blattgold  Hauchdünne getriebene Folie aus Gold, die zur Vergoldung von Gegenständen oder auch als Opfergabe in Tempeln verwendet wird.

Brosche  Abgeleitet vom französischen "Broche" Nadel, Spiess abgeleitet. Ein Brustschmuck der mit Hilfe einer Nadel auf der Rückseite an der Kleidung befestigt wird.

Carat siehe Karat

Charivari  französisch "Durcheinander", süddeutscher Trachtenschmuck, Kette mit verschiedenen Anhängern, kleine Jagdtropfähen  wie Zähne, Krallen oder Schmucksteinen.

Chrams  Kleine Anhänger die mit z.B. einem Karabinerhaken am Bettelarmband befestigt werden.

Clip  Ohrschmuck für den kein Ohrloch benötigt wird. Eine kleine "Klemme" hält den Schmuck am Ohr.

Collier  Abgeleitet vom französischen "Collet" für Kragen. Ein hochwertiger Halsschmuck.

Creole  (Kreole) Klassischer kreisrunder Ohring.

Daktyliothek  Der Begriff stammt vom Griechischen (Ringbehälter, Ringkästchen). Eine Sammlung antiker Siegelringe oder Abdrücke von Siegelringen, Gemmen oder Kameen.

Diadem  Abgeleitet vom griechischen "Diadema" für Stirnband. Ein kronenähnlicher Kopfschmuck für Damen oder kleine Prinzessinen.

Druse  Ein mit Kristallen bewachsener Hohlraum (Geode) in einem Stein. Ein vollständig gefüllter Hohlraum wird als Mandel bezeichnet. Drusen entstehen durch mineralhaltiges Wasser, das sich in Hohlräumen im Gestein ansammelt und dort Kristalle bildet.

Edelmetalle  Sammelbegriff für hochwertige, wertbeständige Metalle wie Gold, Platin oder Silber. Edelmetalle sind aussergewöhnlich korrosions- und säurebeständig und zeichnen sich durch ihre Seltenheit aus. Metalle wie Gold und Silber werden schon seit Jahrhunderten für die Fertigung von Schmuck und Münzen verwendet und konnten durch ihre Haltbarkeit die Jahre überstehen.

Edelstahlschmuck  Auf Grund stark gestiegener Preise von Edelmetallen hat sich Edelstahl als Modeschmuck etabliert.

Edelsteine  In der Klasse der Edelsteine finden sich Diamant, Smaragd, Rubin, Topas und Saphir. Edelsteine zeichnen sich durch eine Mohshärte über 7, Transparenz und Seltenheit aus.

Elektrum (Elektron) Eine ursprünglich natürliche Legierung aus Silber und Gold. Die ältesten bekannten Münzen wurden aus Elektrum geprägt. In der Antike, Ägypten und im alten Griechenland wurde Elektrum verehrt. Das Pyramidion, der Schlussstein der ägyptischen Pyramiden waren mit Elektrum überzogen. Elektron ist auch die antike Bezeichnung (griechisch) von Bernstein und wurde später im Lateinischen zu Electrum für Bernstein oder Silbergeld.

Emaille  (oder auch Email) wird auch als Schmelzglas oder Glasfluss bezeichnet. Die Glasbeschichtung wird aus einer Mischung aus Silikaten und Oxiden hergestellt und erhält seine Färbung durch die begemischten Metalloxide. Die Mischung wird in einem Brennprozess geschmolzen und so auf Metalle oder Glas aufgebracht.

Feingehalt  Der Feingehalt gibt den Anteil von Edelmetallen in einer Legierung an. Wird im Verhältnis 1:1000 angegeben (z.B. 925 =92,5 %)

Feingold  Gold von höchster Reinheit (99,99), mit 24 Karat.

Fishbone Armband
Fishbone  Schmuck aus Fischknochen. Geschnitzt aus Knochenteilen, Schuppen oder als Armbänder aus dem Rückrat.

Festivalschmuck
Festivalschmuck  Als Festivalschmuck wird eine Trendrichtung aus dem Bereich Modeschmuck bezeichtet. Hierzu zählen z.B. bunte Armbänder und Freundschaftsbändchen.

Freundschaftsbändchen  Geflochtende Armbändchen die verschenkt werden.

Gemmarius  Edelsteinschneider

Gemme  Ein geschnittener Edel- oder Schmuckstein. Ein Motiv wird in den Schmuckstein vertieft geschnitten. Oft wurde diese Technik für Siegelringe verwendet.

Gemmologie  Edelsteinkunde

Giftring  Fingerring mit einem Geheimfach in dem Gift, Medizin oder Glücksbringer versteckt werden können.

Glasschmuck
Glasschmuck  Schmuck aus Glas zeichnet sich durch eine hohe Farbenpracht aus. Das auf die Schmuckstücke treffende Sonnenlicht wird reflektiert wie bei keinem anderen Werkstoff. Bei einer hochwertigen Fertigung von Hand mit einem Borosilikatglas (Laborglas) entsteht ein extrem schlagfestes Schmuckstück. Voraussetzung ist ein aufwendiger Fertigungsprozess mit einer langsamen Abkühlung (ca. 2 Tage) im Brennofen.

Glow_in_the_dark
Glow in the dark  Fluoreszierende Materialien werden bei der Herstellung beigemischt damit die Schmuckstücke im Dunkeln leuchten.

Grandeln  Jagdschmuck von Wildtierzähnen, Anhänger an Charivariketten.

Haarschmuck  Im Haar getragene Schmuckstücke (Haarnadeln, Haarspange)

Karat  Gewichtseinheit für Diamanten etc., 1 Metrisches Karat =0,2 Gramm, Einheitszeichen ct (Österreich/Schweiz) oder Kt (Deutschland)  bzw. der Feingehalt von Gold.

 

Kragenkette Nepal
Kragenkette  Breite Halskette die wie ein Kragen getragen wird. Kragenketten finden sich in vielen Kulturen als traditioneller Schmuck

Legierung  ist ein Begriff für die Mischung von Metallen, wobei der Gehalt des Edelmetalles im Verhältnis 1:1000 oder z.B. bei Gold 1:24 (Karat) angegeben wird.

Lot  Alte Masseinheit die im Deutschen Reich durch Gramm ersetzt wurde.

Mala  Gebetskette aus dem Buddhismus/Hinduismus. Gehört in den Bereich Sakralschmuck.
 
Medallion
Medallion  Ein Kettenanhänger den man öffnen kann.

Modeschmuck  Nach Trends wechselnder Schmuck aus unedelen Materialien, der im unterem Preissegment für alle bezahlbar ist.

Mohave (Mojave) Green Turquoise  Der Mohave Green Türkis ist ein stabilisierter grüner Türkis aus der Mohave Wüste in Arizona, USA. Eine weitere gefärbte Variante ist der violette Mohave Türkis. Der poröse Türkis wird mit Kunstharzen stabilisiert und gefärbt. Das Ergebniss ist ein fester Schmuckstein mit schöner Struktur.

Muschelschmuck
Muschelschmuck  Schmuck aus Muscheln oder Schneckengehäusen.

 

Naturschmuck
Naturschmuck  Schmuck aus natürlichen Materialien wie Holz, Muscheln oder Fischknochen.

Neugold  Mischung aus Kupfer, Zinn, Zink und Blei. Ohne Goldanteil !

Neusilber  Mischung aus Kupfer, Zink und Nickel. Enthält kein Silber !

Nugget  Begriff für natürliches Fundstück in Form von Körnern oder Klumpen von Silber oder Gold.

 

Punze
Punze  Stempelzeichen auf einem Schmuckstück. Meist wird der Feingehalt angegeben mitunter auch Herstellerzeichen oder amtliche Stempel. Auch Amulette aus Metall aus thailändischen Tempeln haben oft eine Herstellerpunze.

 

Prayerbox
Prayerbox  Ein kleiner verzierter Behälter der als Anhänger an einer Kette getragen wird. Der Behälter lässt sich öffnen und es können heilige Gegenstände darin aufbewahrt werden.

Quarz  Der Quarz ist das zweithäufigste Mineral auf unserer Erde und gehört mit einer Mohshärte von ca. 7 zu den harten Mineralien. Als Bergkristall wird transparenter und farbloser Quarz gezeichnet. Durch Einschlüsse oder durch Strahlung können Quarze verschieden gefärbt sein. Bekannte Quarze sind: Amethyst, Citrin, Rosenquarz, Onyx, Karneol, Jaspis und Achat. Quarze werden auf Grund ihrer hohen Härte, Schneidbarkeit und schönen Färbung gerne zu Schmuck verarbeitet. In der Esoterik werden den Quarzen verschiedene Heilwirkungen nachgesagt.

Ringmass  Die deutsche Ringgrösse, Ringweite werden in Einheiten von 46 bis 66 angegeben (Durchmesser 14,5 - 21 mm) und bezeichen den Umfang. International wird hingegen der Durchmesser verwendet (Umfang : 3,14).

Sakralschmuck  Als Skralschmuck wird kirchlicher Schmuck bezeichnet. z.B. Kruzifix, Kreuze

Schlangenketten  Bei Schlangenketten wirken die Kettenglieder wie miteinander verbundene Schuppen und bilden eine geschlossene Oberfläche. Durch ihre hohe Beweglichkeit ähneln sie einer Schlange

Schmuckallergie  Eine Schmuckallergie ist eine Überreaktion des Körpers auf einen im Schmuck enthaltenen Stoff. Allergien gegen reines Silber oder Gold sind sehr selten. Meist wird die Allergie durch die zusätzlichen Stoffe in einer Legierung ausgelöst. So sind in 925er Silber 7,8 % andere Stoffe enthalten, die Allergikern Probleme bereiten können. Die am weitesten verbreiteten Schmuckallergien sind Nickel- und Kobaltallergien.

Schmucksteine  Zu Schmucksteinen werden Gesteine, Mineralien, Korallen, Bernstein, Glasschmelzen, Perlen und Fossilien gezählt.

Shakudo  Alte japanische Legierung aus Kupfer und Gold mit dunkler Farbe. Die ersten Beschreibungen stammen aus dem 12. Jahrhundert und wurden für Verzierungen an Schwertern verwendet.

Shiva Auge  Das Shiva Auge ist die "Verschlusstür" der Kreiselschnecke (Trochidae) und wird als Operculum (lat.Deckel) bezeichnet. Dieses Operculum ermöglicht es der Kreiselschnecke die Öffnung bei Gefahr zu verschliessen. Die meeresbewohnenden Schnecken kommen weltweit vor und Leben in bis zu 20 Meter Tiefe. Vor allen die Shiva Augen aus asiatischen Meeren bilden sehr schöne Farben in blau-, grün- und brauntönen. In australischen Gewässern finden sich eher hell- bis dunkelbraun gefärbte Exemplare und die als Naxos Auge bekannten Schmucksteine aus dem Mittelmeer haben eine helle bis weisse Farbe. Shiva Augen bestehen aus einem  auskristallierten Aragonit (Kalziumkarbonat) mit einer Mohshärte von ca. 4,5.

Silberschmuck  Silberschmuck wird überwiegend mit einem Feingehalt von 92,5 % in der Schmuckfertigung verwendet. Bei der Fertigung für Münzen und Gebrauchsgegenstände wird das härtere 800er Silber eingesetzt. Da Silberschmuck das Sonnenlicht zu 98% refelektiert ist er ein beliebter Schmuckwerkstoff. Für die alten Ägypter war Silber das Metall des Mondes.

stabilisiert  Die Stabilisierung ist ein Fertigungsprozess in dem z.B. Türkis für die Schmuckfertigung behandelt wird. Echter Türkis ist ein sehr seltener wertvoller Stein. Der meiste im Schmuckhandel angebotene Türkis wurde behandelt. Im Unterschied zum massiven Türkis, ist ein stabilisierter Türkis von Natur aus porös und brüchig. Mit Hilfe von hohen Druck und Kunstharzen wird ihm die nötige Festigkeit verliehen. Oft wird auch mit Zusätzen von Farben die natürliche Farbgebung unterstützt oder bei farblosen Türkis komplett eingefärbt. Der Stabilisierungsprozess ist ein gut gehütetes Geheimnis der jeweiligen Mine und zum Teil patentrechtlich geschützt.

Tola  Eine in Asien gebräuchliche Masseinheit für Gold- und Silbergewicht vor allem in Indien, Vereinigten Arabischen Emiraten und Nepal.
1 Tola = 11,664 g

Troy Unze  Ist ein Massemass für Edelmetalle, auch als Feinunze bekannt. Es bezieht sich auf den Edelmetallanteil. Legierungsanteile werden vom Gesamtgewicht abgezogen. Das Wort Troy wird von der französischen Stadt Troyes abgeleitet. Die Tadt Troyes war im Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz für Edelmetalle.

Türkis  Die Bezeichnung "Türkis" tauchte zum ersten Mal in einem Schriftstück französichen Schriftstück auf, welches einen aus Turkistan stammenden Stein beschreibt. Der Türkis fand als erster Stein in der dokumentierten Geschichte des Menschen Verwendung als Schmuckstein. Bereits vor über 7000 Jahren, zur Zeit der 1. Dynastie in Ägypten wurde der Türkis als edler Schmuckstein verarbeitet, wie Funde in Grabkammern belegen. Der Ursprung dieser Steine scheinen die Minen entlang der südwestlichen Küste der Sinais/Peninsula zu sein. Es wird bereits im 14. Jahrhundert über Lagerstätten in Indien und zum 16. Jahrhundert im östlichen Tibet berichtet. Auch Marco Polo begegnet dieser Stein während seiner Chinareise und findet Erwähnung in seinen Berichten. Selbst die Azteken, die Gold im Überfluss besassen, begehrten diesen Stein so sehr, dass sie Türkis als Geschenk und als Zeichen ihrer Huldigung von ihren Nachbarstaaten verlangten. Sie wanderten sogar in den Südwesten Amerikas um Türkis zu finden. Dort befinden sich auch heute noch die Hauptabbaugebiete (Arizona, Alabama, Kalifornien, Colorado, Nevada, New Jersey, New Mexico, Texas und Viginia).
Echter Türkis, der ohne Behandlung zur Schmuckfertigung eingesetzt wird ist sehr empfindlich.
Um die weniger wertvollen porösen Türkisfunde als Schmuckstein nutzen zu können, werden diese in verschiedenen Verfahren stabilisiert.

Unze  Gewichtsangabe für Edelmetalle, 1 Unze = 31,1 Gramm

Zirkon  Der Zirkon ist das älteste bekannte, natürliches Mineral und hat eine Mohshärte von ca. 7. Da Zirkon hervorragende Lichtbrechungseigenschaften besitzt werden ausgewählte Exemplare als Diamantenersatz verwendet und werden mit Diamanten leicht verwechselt. Zirkon kommt weltweit in verschiedenen Farben vor und ist auch in Mondgesteinsproben enthalten.

Zirkonia  Der Zirkonia ist ein syntetisch hergestelltes Mineral, das als Diamantenersatz in der Schmuckfertigung eingesetzt werden. Auf Grund der ausgezeichneten Mohshärte von ca. 8 (Diamanten 10) lassen sich die Steine gut schleifen und werden für kostengünstigen Schmuck eingesetzt. Bei hochqualitativen Zirkonia ist eine sichere Unterscheidung nur durch die Messung des Wärmeleitbild oder der Lichtbrechung möglich. Im Gegensatz zu Diamanten leitet Zirkonia die Wärme sehr schlecht.